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Unser Trainer Stephan im Portrait

| Leichtathletik

Stephan Handtmann (62) ist begeisterter Leichtathletiktrainer für die Altersgruppen U12 und U14 und engagiert sich auch als Vertrauensperson und Mitglied im Vorstand im Verein.

Deine Athletinnen und Athleten kennen dich als Trainer der U12 und U14, aber stell dich doch noch kurz für alle anderen vor:

Ich bin Stephan und seit Sommer 2019 als Trainer in der Abteilung Leichtathletik beim TSV Trudering dabei. Ich bin im Frühjahr 2019 mit meiner Familie nach Trudering gezogen und bin über ein Inserat „Leichtathletik Trainer gesucht“ auf den TSV Trudering gestoßen. Ich habe mir den Trainingsbetrieb der Leichtathletikabteilung zuerst aus der der Ferne angeschaut und sofort gemerkt, dass mich das begeistern könnte. Sofort habe ich Kontakt aufgenommen und ein paar Mal beim Training hospitiert und war begeistert. Ich hatte sofort eine super Verbindung zu den Kindern und habe gemerkt, dass diese Aufgabe meins ist. Ich habe dann bald zwei eigene Trainingsgruppen übernommen und begonnen, den Trainerschein zu machen. Zusätzlich bin ich im Verein als Vertrauensperson der männliche Part für die Prävention sexueller Gewalt . (PSG) () und seit über einem Jahr im Vorstand des TSV Trudering, Schwerpunkt Sportanlagen, tätig.

Wie bist du denn selbst zu Leichtathletik gekommen?

Ich habe früher in der Schule Leichtathletik gemacht, im Schwerpunkt die Laufdisziplinen ,Mittelstrecke 800 und 2.000 Meter. Ich bin schon immer sportlich unterwegs, aber eher ein Allrounder. Beim Fußball bin ich dann tatsächlich 30 Jahre lang hängen geblieben und habe in diversen Vereinen im Münchner Osten aktiv gespielt. In den letzten Jahren habe ich mich stärker auf das Laufen konzentriert: Marathons und andere Läufe. Durch Spaß am Laufen bin ich dann wieder zurück zu der Leichtathletik gekommen. Ein Leben ohne Sport ist für mich undenkbar.

Auf welche Disziplinen in der Leichtathletik hast du dich spezialisiert? Und welche Disziplin magst du am wenigsten?

Eigentlich mag ich alle Disziplinen, das heißt aber nicht, dass ich selbst alle Disziplinen gut kann. Ich kann alles meistens gut vermitteln, aber für speziellere Disziplinen wie Stabhochsprung, Diskus oder Speer, haben wir dann auch Trainer, die darin Spezialisten sind und das wesentlich besser können.

Zu dir als Trainer: was gefällt dir am Trainieren unserer Athletinnen und Athleten und was ist dir dabei wichtig?

Das Schönste am Training ist die Arbeit mit den Kindern, manche trainiere ich schon seit vielen Jahren und wir sind ein richtiges Team geworden. Wenn ich sehe, wie sich die Kids weiterentwickeln und sich ihre sportlichen Leistungen steigern, ist das der größte Ansporn für mich. Mir ist wichtig, dass die Kinder lernen, dass man mit Disziplin im Sport weiterkommt und auch wie man mit Druck, zum Beispiel bei den Wettkämpfen, umgeht. Der Sport soll sich aber nicht wie ein Zwang anfühlen, sondern Spaß machen. Ich lege viel Wert auf einen respektvollen Umgang innerhalb des Teams. Leichtathletik ist größtenteils ein Einzelsport, aber der Teamgedanke ist bei allen, sogar vereinsübergreifend, ganz stark. Das Wir-Gefühl und der Umgang mit den anderen Trainern, aber auch den Kindern und Jugendlichen ist etwas ganz Besonderes für mich. Die anderen Trainer sind mittlerweile zu Freunden geworden.

Aber auch für mich selbst ist das Training mit den Kindern und Jugendlichen sehr erfüllend, da ich selbst in den Disziplinen aktiv bin und dadurch auch fit bleibe. Trainer in der Leichtathletik zu sein, fühlt sich für mich an wie „Wellness“ und ist der optimale Ausgleich zur Arbeit und zum Alltag.

Was war dein schönstes bzw. wichtigstes Erlebnis in deiner Leichtathletik- bzw. Trainerlaufbahn?

Ein ganz besonderes Erlebnis war das Online-Training während der Corona-Zeit. Training per Video war ja für uns Trainer  auch ganz neu, aber wir haben das gut hingekriegt. Unter Einhaltung der Corona-Regeln haben wir Trainer uns dann  im Buga-Park getroffen und uns bei verschiedenen Übungen gefilmt. Die Kinder haben sich dann zugeschaltet und im Trainingsanzug in ihren oft unaufgeräumten Kinderzimmern, die wir im Hintergrund sehen konnten, mitgemacht. Wir haben sie motiviert und in der Zeit des Shutdowns für Abwechslung gesorgt. Die Kinder hatten Spaß – und wir auch. Ich bin stolz, dass wir Trainer das damals für die Kinder auf die Beine gestellt haben und so immer den Kontakt halten konnten.

Hast du einen Leichtathletiktraum?

Mein persönlicher Traum und Plan war bis vor kurzem, beim Stabhochsprung einmal die drei Meter zu überspringen. Leider hat mein Orthopäde etwas dagegen und mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für unsere Abteilung wünsche ich mir, dass wir bleiben, wie wir sind, auch wenn wir professioneller, strukturierter und wettkampforientierter werden. Meine Vision ist, dass in unserer Abteilung über das Schulalter hinaus alle Altersklassen vertreten sind, alle mit Begeisterung mitmachen und auf Wettkämpfe gehen.

Jetzt kommt die wichtigste Frage: was ist deine Lieblingseissorte?

Stracciatella muss eigentlich immer dabei sein.

Was gibt es sonst noch zu dir zu wissen?

Ich bin Fußballfan, mag aber die Farbe Rot nicht und bin dadurch sehr leidensfähig.

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