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Herren I: Hypothek aus Hälfte 1 nicht mehr aufzuholen – Trudering verliert 18:23 in Allach

Zur ungewohnten Uhrzeit – bereits um 12:30 – ging es am vergangenen Samstag für die Herren 1 des TSV Trudering zum Tabellenführer der Bezirksliga nach Allach. Für beide Mannschaften stand die Serie von neun (Allach) bzw. sechs (Trudering) siegreichen Spielen in Folge auf dem Spiel. Da die Konkurrenz aus Schwabing und Garching ebenfalls konstant punktet war ein Sieg für Allach wichtig um die Tabellenspitze zu behaupten und Trudering wollte unbedingt gewinnen um weiterhin den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu halten.
Im Hinspiel konnte sich Allach mit 28:25 durchsetzen. Eine im Nachhinein vermeidbare Niederlage, schließlich hatte man bis zur 50. Minute geführt, aber verpasst den Deckel draufzumachen. Anschließend verfiel man in Hektik und war der Routine der Allacher Mannschaft nicht gewachsen.

Mit breitem Kader und voll motiviert starteten die Truderinger ins Spiel. Doch alle positiven Vorhaben waren mit dem Anpfiff wie weggeblasen. Im Angriff wurde wie so oft zu früh und überhastet abgeschlossen. So warf man von Anfang an den gegnerischen Torhüter warm und hatte zudem noch Pech mit dem Aluminium. Erst nach sechs Minuten gelang das erste Tor von der Sieben-Meter-Linie. Allach hatte da aber schon dreimal getroffen, wodurch man von Anfang an einem Drei-Tore-Rückstand hinterherlief, der bis zum 5:8 in der 18. Minute Bestand hatte.
Hatten die Trudering in der Anfangsphase noch Pech mit einigen Abschlüssen, war das was bis zur Halbzeit im Angriff folgte, gelinde gesagt einfach nur noch schlecht. Alexander Friedl im Allacher Tor wurde durch das schlechte Wurfbild des gesamten Angriffs zum Helden geschossen. Gleichzeitig lies aber auch die Abwehrleistung Schritt für Schritt nach. Besonders die Absprache bezüglich des gegnerischen Kreisläufers war kaum vorhanden. Immer wieder zogen die Allacher die Abwehr der Gäste auseinander und konnten sich so klare Torchancen erspielen. Auch der sonst so starke Nikhil Fuchs war in der ersten Halbzeit kein Faktor, hatte aber aufgrund seiner Vorderleute auch eine undankbare Aufgabe. So wuchs der Vorsprung der Heimsieben Schritt für Schritt und mit einem 6:14 aus Truderinger Sicht ging es in die Kabinen. 

Der Tenor von Almas und Patrick in der Kabine war: „Schlechter geht es kaum“. Sechs Tore zur Halbzeit – davon zwei Siebenmeter – bezeugen die unterirdische Angriffsleistung. Um noch etwas reißen zu können, galt für die zweite Halbzeit nur eins: Tempo, Tempo, Tempo. Und zumindest etwas den Torwart anschauen, der zwar sehr konsequent in die Ecken ging, aber dadurch durchaus auch Räume öffnete.

Der Wille zur Besserung war den Truderingern zum Start in die zweite Halbzeit deutlich anzusehen. Die Abwehr stand nun besser und auch im Angriff klappte endlich das Torewerfen. Die Verkürzung auf 9:14 in der 35. Minute sorgte für etwas Hoffnung. Es dauerte etwas, bis auch die Allacher in Hälfte zwei ankamen. Es war dann dem alles überragenden Steffen Fried vorbehalten, mit dem 18:11 (40.) das Polster wieder zu vergrößern. Doch die Truderinger wollten das Spiel noch nicht aufgeben. Für gute Abwehrarbeit konnte man sich mit einigen schnellen Toren belohnen und beim 20:16 in der 50. Minute war man wieder einigermaßen dran. Leider verpasste man es in dieser Phase, endgültig den Fuß wieder in die Tür zu bekommen. Friedl verhinderte mit zwei Glanzparaden die Anschlusstreffer und vorne was es Fried der mit seiner ganzen Routine für das 21:16 sorgte. Zwei Tore für Trudering ließen noch einmal Hoffnung aufkeimen, aber wie zuvor verhinderten weitere verworfene Großchancen den Anschluss. Besser machten es die Allacher, die mit zwei Toren zum 23:18 den Sack endgültig zu machten. 

Nach der katastrophalen ersten Halbzeit war im zweiten Abschnitt ein deutlicher Leistungsanstieg zu verzeichnen. Doch die acht Tore Rückstand zur Pause waren eine zu große Hypothek, die am Ende dann nicht mehr einholbar war. Man muss den Allachern Respekt zollen, die trotz dem Anschluss auf drei bzw. vier Tore nie in Hektik verfielen, sondern stattdessen konsequent ihr Spiel spielten und mit aller Routine – die den Truderingern in vielen Fällen noch fehlt – den Sieg unter Dach und Fach brachten. Nicht umsonst steht diese Mannschaft an der Tabellenspitze.

Nächste Woche geht es nun gegen den Tabellenzweiten MTSV Schwabing. Das Hinspiel an einem Donnerstagabend wurde aufgrund einer ganz schwachen Leistung mit 25:28 in den Sand gesetzt. Es ist also noch eine Rechnung offen. Gleichzeitig wird Trudering auch nur mit einem Sieg noch ein Wörtchen um Platz 2 mitreden können. Dafür brauchen wir eure zahlreiche und lautstarke Unterstützung – Anpfiff ist am Samstag, den 23.03. um 18 Uhr im Gymnasium Trudering. 

Es spielten:

Nikhil Fuchs & Simon Swiatkowski (TW), Ramon Pechert, Flo Simbürger, Chrissi Deppisch (1), Lukas Simbürger (4), Moritz Michalowski, Bene Lex, Flo Eichert (1), Max Deuke, Rene Hilpert (6), Tobi Niebecker (4), Max Held, Yannik Ritter (2)